Sehenswürdigkeiten
St. Michaelskloster Heidelberg: Klosterruine am Heiligenberg
Das Michaelskloster in Heidelberg ist eine historische Klosterruine, die einen Besuch wert ist. Genau wie die Thingstätte befindet sich das Kloster des St Michael auf dem Heiligenberg, dem zweiten Hausberg Heidelbergs neben dem Königstuhl. Das Kloster wurde im 9. Jahrhundert als Filiale des Klosters Lorsch gegründet und hat eine reiche Geschichte, die sich über Jahrhunderte erstreckt.
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Eintauchen in die Geschichte Heidelbergs
Das einst prunkvolle Kloster bildete einst die Spitze des Heiligenbergs und bot mit den zwei Türmen eine weite Aussicht über die Rheinebene.
Das Michaelskloster hat eine lange Geschichte. Im Mittelalter lebten hier über Jahrhunderte Mönche, zunächst Benediktiner als Filiale des Klosters Lorsch, später Prämonstratenser. 1537 galt das Kloster als verlassen.
Heute ist das Michaelskloster für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können die Grundmauern der Kultstätte erkunden und mehr über ihre Geschichte erfahren.
Dazu kommt die Ruhe hier oben. Die Anlage und die Umgebung des Klosters eignen sich gut für einen Spaziergang oder ein Picknick.
Geschichte des Klosters
Der Ort wurde bereits in merowingischer Zeit genutzt, wie Bestattungen aus dieser Zeit belegen. Im 9. Jahrhundert ließ sich Abt Thiotroch aus dem Benediktinerkloster Lorsch die Kirche übereignen und baute die Anlage aus. Obwohl im Lorscher Codex für das Jahr 870 ein Klosterbau erwähnt wird, lässt sich dies archäologisch nicht bestätigen und stellt möglicherweise einen Rückblick auf die spätere Gründung des Klosters dar.
Im Jahr 1023 ließ Abt Reginbald, der spätere Bischof von Speyer, Kloster und Basilika unter Verwendung karolingischer Bauteile neu errichten. Abt Friedrich von Hirsau wurde 1070 in der Abtei beigesetzt und sein Grabstein ist bis heute in der Krypta zu finden. Beim Wiederaufbau des Klosters wurde eine Wasserleitung von der Quelle am Weißen Stein bis in die Nähe des Klosters gebaut und ersetzte den verfallenden Bittersbrunnen als wichtigste Wasserquelle auf Heiligenberg.
Außerdem gibt es archäologische Brandspuren aus der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen der Kurpfalz und Kurmainz. 1503 ist der Einsturz eines Glockenturms der Michaelsbasilika bezeugt, dabei kamen drei Ordensleute ums Leben.
Quelle: Areuland, unverändert, Creative-Commons-Lizenz: Areuland - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international
Architektur
Schon in keltischer Zeit war der Heiligenberg mit Ringwällen befestigt. Der Bereich der Michaelsbasilika bildet den höchsten Punkt im doppelten Ringmauersystem des Heiligenbergs. Unter den Ruinen der Basilika ist eine römische Kultstätte nachgewiesen, die nach einem gefundenen Weihestein dem Gott Mercurius Cimbrianus zugeordnet wird.
Das Michaelskloster gilt als eines der wichtigsten historischen Wahrzeichen Heidelbergs, ist eines der bedeutendsten Kloster der Rheinebene und ein beliebtes Ziel für Touristen und Geschichtsliebhaber. Die beiden Türme zierten damals den Gipfel des Heiligenbergs. Die Kuppe eines Turms war vermutlich schon von weitem zu erkennen. An der Stelle der damaligen Türme der Kirche befinden sich heute nur noch Turmteile, die allerdings immer noch begehbar sind. Der Nordwestturm ist immer noch etwa 14 Meter hoch und bietet eine tolle Aussicht ins Rheintal.
Auch wenn die Grundmauern und der Grundriss immer noch gut zu erkennen sind und die Klosteranlage des Sankt Michael noch gut zu erahnen ist, ist es schade, dass es nie eine Rekonstruktion der Überreste gegeben hat. Jahrhunderte zierte das Kloster, das auch Michaelsbasilika genannt wird, den Heiligenberg und war in Deutschland bekannt für seinen Standort auf dem Heiligenberg und die große Klosteranlage.
Anfahrt
Das Kloster des heiligen St Michael ist nur mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar. Mit dem Auto dauert die Fahrt ca. 30 Minuten von der Stadtmitte, da man einen kleinen Umweg über Ziegelhausen fahren muss. Zu Fuß dauert die Wanderung etwa 40-60 Minuten je nach Tempo.
Der Vorteil eines Besuchs zu Fuß ist, dass man über einen schönen Wanderweg in den Wäldern läuft und unterwegs einige andere Sehenswürdigkeiten besuchen kann. Man kann zum Beispiel ein kleines Stück des bekannten Philosophenwegs laufen und auf die andere Seite des Neckars schauen, zum Königstuhl und zum Heidelberger Schloss. Außerdem kann man die nahegelegene Thingstätte oder das Heidenloch besuchen.
Es empfiehlt sich also die Wanderung zu machen wenn man noch mehr von Heidelbergs Natur mitbekommen und sich fit halten will.
Zusammenfassung
Die Ruine des Michaelsklosters lohnt sich für alle, die in Heidelberg mehr sehen wollen als die Altstadt. Am schönsten ist der Weg zu Fuß: ein Stück über den Philosophenweg, dann hoch auf den Heiligenberg, mit Abstecher zur Thingstätte oder zum Heidenloch. Rechnen Sie mit 40 bis 60 Minuten.
Oben lohnt sich der Aufstieg auf den über 10 Meter hohen Turmrest, von dem aus man weit über die Rheinebene schaut. Und wer durch die Grundmauern läuft, bekommt eine Vorstellung davon, wie groß das Michaelskloster mit seinen zwei Türmen einmal gewesen sein muss.
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